Ein Einblick von Churros bis Semana Santa (Teil 1/3)

Faszinierendes Spanien - Eine historische Zeitreise in ein außergewöhnlich schönes und vielseitiges Land:

Spanien liegt auf der iberischen Halbinsel zusammen mit Portugal im Süden Europas. Die offizielle Sprache ist kastilisch. Galizisch, Baskisch und Katalanisch sind ebenso anerkannte Amtssprachen. Die Hauptstadt ist Madrid. Das Land hat 16 Autonomien (ähnlich unserer Bundesländer). Auch die Balearen und die Kanaren gehören zu Spanien sowie Ceuta (Nordafrika). Der höchste Berg ist der Teide auf Teneriffa (3.715 Meter Höhe), dicht gefolgt vom Mulhacén in Andalusien mit knapp 3.500 Metern.


Städte von besonderem, kulturell-historischem Interesse werden als Weltkulturerbestädte gekennzeichnet. Hierzu zählen u.a. Córdoba sowie Úbeda & Baeza im Süden in Andalusien, Merida & Cáceres in der Extremadura, Salamanca, Cuenca, Ávila, Alcalá de Henares, Cuenca, San Cristóbal de la Laguna, Santiago de Compostela, Segovia, Tarragona und Toledo.


Spanien hat etwa halb so viele Einwohner wie Deutschland, aber es ist ein großes Gebiet, fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik. Spanien hat viel Küste was für die Herrscher in der Vergangenheit sehr wichtig gewesen ist. Dazu ist die iberische Halbinsel so schön und reich an Bodenschätzen und ein von der Sonne geküsstes Land, sodass es viele Völker angezogen hat. Deshalb wurde um die Halbinsel viel gekämpft, und über Jahrhunderte kamen die Menschen aus vielen Ländern vom Norden, Süden und vom Osten her, um sich hier niederzulassen. Es ist daher ein kulturell vielseitiges Land.


Spanien ist dafür bekannt ein offenes Land zu sein. Und die kleinen und großen Sorgen werden einfach in das Café in der Straße getragen, wo an anderen Tagen auch mit Freunden gefeiert wird. Der Besitzer oder Kellner (Camarero) ist immer ein Freund.

Alljährlich kommen viele Pilger aufs Land, und Sprachschüler in die Städte. Die Küsten sind das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen. Die bekannteste Pilgerstadt liegt im Norden. Sie heißt Santiago de Compostela.

Traditionell wurde in Spanien Getreide angebaut, und die Olive sowie Wein, wie z.B. Sherry aus Andalusien.


Ziegen, Schweine und Kühe können sich auf großen Freigeländen bewegen.


Spanien ist berühmt für eine gute Küche, die Weltkulturstatus hat. Die Speisen bekommen angereichert durch die Güte des im Übermaß vorhandenen Olivenöls einen besonderen Geschmack und sie sind sehr gesund. Aufgrund der Länge der Küste kommt immer bester Fisch auf den Tisch, von Sardinen, Gambas bis Doraden und Thunfisch.


In den Klöstern vielerorts backen die Nonnen sehr leckere Kekse. Beliebt sind auch die Churros, eine Art Schmalzgebück in Olivenöl, das aufgerollt wird. Dazu gibt es echte, heiße Schokolade.

Das bekannteste Buch in Spanien ist der „Don Quijote“ von Miguel Cervantes. Dieses Buch gibt es in vielen Fassungen, für Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Es ist eine Art „Bibel“ oder „Gesetz“ für die Spanier.

Spanien ist auch bekannt für Flamenco in Tanz und Musik und für große Künstler wie Picasso, Salvador Dalí, Murillo, Sorolla oder Goya und viele mehr.


Jede Stadt und jedes Dorf feiert einmal im Jahr ein Fest, die sogenannte Feria. Hier wird getanzt und alle kommen zusammen. Zu Ostern findet die Heilige Karwoche statt. Sie ist vor allem im Süden ein Höhepunkt: Blumen- und kerzengeschmückte Sänfte werden durch die Stadt getragen. Auf den Sänften befinden sich wundervoll holzgeschnitzte Christus- und Marienstuten. Die Passion Christi sollte im Mittelalter der breiten Masse der analphabetischen Menschen durch Szenen aus der Bibel vermittelt werden. Dies war der Grund für die Entstehung der Umzüge durch die Stadt. Schon im 14. Jahrhundert bildeten sich die ersten Bruderschaften (Hermandades) und veranstalteten Prozessionen. Die Sänfte wird auf den Schultern von 30 bis 50 Männern getragen. Sie sind unter der Sänfte versteckt und schaukeln die religiösen Holzschnitzereien durch die Stadt, eine Maria vorweg und einen Jesus am Ende. Mit dem Umzug laufen Gläubige in schwarzen, ggfs. auch weißen, langen Tunika und einem langen Spitzhut mit. Sie tragen Kerzen. Musikkapellen spielen traurige, fremdartig klingende Märsche mit Trompete und Posaunen dazu. Von blumengeschmückten Balkonen zu hören ist ein religiöser Flamencogesang. Er besingt vorwiegend die Leidensgeschichte Jesus. Für kleine Kinder sind die düsteren Osterprozessionen oft unheimlich. Sie erhalten daher Süßigkeiten.


In den zahlreichen Naturparks Spaniens überwintern viele unserer einheimischen Vögel. Sie kommen manchmal mehrfach im Jahr auf die iberische Halbinsel.


Spanien ist heute wunderschön, vielseitig und einzigartig, auch dank der vielen Kulturen und Einwanderer. Hier dazu ein kleiner kulturell-geschichtlicher Überblick und Start in die historische Zeitreise:


Die Höhlenmalerei von Altamira

Die ersten Menschen kamen sogar schon vor 20.000 Jahren. Das zeigt die Höhlenmalereien von Stieren, Figuren, Händen u.a. von Altamira im Norden, in Kantabrien nahe Santander.


Die Phönizier, Kelten und Karthager:

Es waren die Phönizier aus dem heutigen Libanon, Syrien und Israel die 1000 vor Christus Handelsniederlassungen am Mittelmeer und an der Atlantikküste gründeten, und man schreibt Ihnen die Entstehung vieler Städte zu, wie Málaga und Cádiz in Andalusien.

Der Norden und Westen Spaniens wurde zwischen 900 und 600 vor Christus von den Kelten bewohnt. Ab 650 vor Christus besiedelten Griechen (Tartessen) die Küste im Osten.

300 vor Christus eroberten die Karthager das heutige Andalusien, und sie gründeten die Stadt Cartagena, die an der Ostküste bei Murcia liegt.

Die Ureinwohner Spaniens nennt man Iberer. Erfahren Sie mehr in unserem nachfolgenden Beitrag in Kürze!


Quelle: Spanien von Wolfgang Fritz

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