Die Iberer, die Römer und die Westgoten (Teil 2/3)

Aktualisiert: Juni 9

Faszinierendes Spanien: Eine historische Zeitreise in ein außergewöhnlich schönes und vielseitiges Land:

Fotografien aus Merida, Extremadura


Die Iberer:


Die Ureinwohner Spaniens nennt man die Iberer. Sie besiedelten das heutige Spanien vom siebten bis in das erste Jahrhundert vor Christus. Sie hatten wenig Kontakt mit den Tartessen an der Ostküste, mehr jedoch mit den Kelten im Norden, die ihnen zahlenmäßig überlegen waren, und weiter ins Binnenland vordrangen. Von den Phöniziern und Tartessen übernahmen die Iberer das Arbeiten mit Techniken für Keramik- und Eisenproduktionen bzw. -kunst. Es entstanden in der Folge unter den Iberern erste, umfassende, urbane Städte und Befestigungen, sogar Paläste. Andalusien, reich an Mineralien und Gesteinen war Zentrum der figürlichen Skulpturenkunst (insbesondere von großen Kalkstein-Figuren). In der Stadt Porcuna (Provinz Jaén) gibt es zahlreiche Funde aus dieser Zeit.


In ihrer Mythologie stand die Schönheit von Natur und Tieren im Vordergrund. Sie beteten die Tiere an, den Wolf, den Stier oder den Adler unter anderen. Nach dem zweiten punischen Krieg (218 bis 201 vor Christus) befand sich Rom vor einer hoch entwickelten Gesellschaft, die sie nutzte, um sich fortzuentwickeln und sich hier in Spanien niederzulassen.

Die Römer:


Von Rom über die Alpen kam Hannibal 211 vor Christus nach Spanien. Die herrschenden Karthager verteidigten ihr Spanien sehr. Römer unter Hannibal hatten es schwer, sodass Hannibal von Publius Cornelius Scipio abgelöst wurde, dem es erfolgreich gelang, Spanien unter die römische Herrschaft zu stellen. Aber der Sieg war noch nicht sicher, denn es musste noch gegen die sich zur Wehr setzenden Iberer und Kelten gekämpft werden.


Diese wurden im Jahr 19 vor Christus besiegt, und Spanien hieß fortan Hispania.


Das Gebiet der Römer teilte sich wie folgt auf:

-> Tarraconensis: Die Mittelmeerküste und das Ebro-Gebiet

-> Baetica: Andalusien

-> Lusitania: Extremadura und Teile von Portugal



Die Römer herrschten fast 600 Jahre in Spanien, und sie brachten viel Wissen, vor allem aber ein gutes Bewässerungssystem auf die Halbinsel, das in der Entwicklung der Landwirtschaft - des Anbaus von Getreide und Oliven - dringend gebraucht wurde. Die lateinische Sprache verbreitete sich. Es entstanden Thermen und Theater.




409 nach Christus zerfiel das römische Imperium, und es kamen vor allem germanische Völker in den Süden.


Die Westgoten:


Eine neue bedeutende, historische Epoche brachten die Westgoten, die die ganze Halbinsel eroberten, und Toledo wurde als Hauptstadt ausgewählt. Die Juden wollte man zum christlichen Glauben konvertieren. Sie wurden unterdrückt und man nahm ihnen jegliche Rechte. Gesellschaftlich entstand ein System von Lehnsherren und Vasallen.


Im achten Jahrhundert stritten sich die Westgoten über die Thronfolge, und sie waren dadurch geschwächt. Eine neue, große, historische Zeit begann: Lesen Sie über die Mauren in unserem nächsten Blogbeitrag in Kürze.


Quelle: Spanien von Wolfgang Fritz

Redaktion: Silja Schmid von Andalusiennet Individualreisen / www.andalusiennet.de